I did it – San Francisco Marathon 2008!!!

4. August 2008 von kafe0904

Gestern war es endlich soweit!!! Nach 6 Monaten Training traten wir beim San Francisco Marathon 2008 an! Um 4:25 Uhr klingelte der Wecker und exakt zwei Stunden spaeter fiel der Startschuss fuer „Wave 8″, die letzte der Startergruppen, in der alle Laeufer, die voraussichtlich mehr als 4 Sunden 45 Minuten brauchen wuerden, zusammengefasst wurden. Die Strecke fuehrte zunaechst vom Embarcadero aus an den Piers entlang zu Golden Gate Bruecke. Meine Laufgruppe hatte vorher beschlossen, dass wir versuchen werden zumindest die ersten paar Meilen zusammen zu laufen. Das erwies sich jedoch als recht schwierig, da ein ganz schoenes Getuemmel herrschte und am ersten Huegel nach 2.5 Meilen, bei dem sich die Strasse auch noch verengte, verloren Aurelie, Chris und ich den Rest der Gruppe bereits.

Der steilste Huegel des Rennens war vor der Golden Gate Bruecke zu bezwingen und dann durfte ich endlich ueber meine Lieblingsbruecke laufen. In beiden Richtungen war jeweils eine Spur fuer die Laeufer gesperrt, waehrend auf den anderen Spuren spaerlicher Sonntag-Morgen-Verkehr rollte, der die Laeufer mit lautem Hupen anfeuerte. Anschliessend verlief der Kurs durch den Presidio mit schoenen Ausblicken auf die Pazifikkueste und dann zum Golden Gate Park, wo wir uns von den Halbmarathonlaeufern der ersten Haelfte verabschiedeten (unsere Halbmarathon-Zwischenzeit lag bei 2:24:05).

Tanja und Willy hatten sich im Park strategisch guenstig postiert um uns gleich 3 mal anzufeuern und tolle Fotos zu machen. So weit, so gut… bis zur Meile 15 lief alles wunderbar… aber dann machte mir meine rechte Zeigezehe (oder wie auch immer man die Zehe neben dem grossen Zeh nennt) zu schaffen. Sie fing an hoellisch weh zu tun. Spaeter zu Hause musste ich feststellen, dass sich eine riesengrosse Blase an der Stelle befand, an der frueher mal meine Zehe war! Auf den naechsten zwei Meilen muss ich dann wohl eher unbewusst meinen Laufstil geaendert haben um zu viel Druck auf die Zehe zu vermeiden, das fuehrte jedoch dazu, dass sich mein ganzes rechtes Bein verkrampfte. So musste ich mich bei Meile 17 von Aurelie und Chris verabschieden und mehr Gehpausen einlegen um zu verhindern, dass mich mein Bein ganz im Stich laesst. Vom Golden Gate Park aus fuehrte die Strecke einmal quer durch die Stadt an die Bay zurueck. Zunaechst machten meine Beinmuskeln immer mehr dicht, so dass ich von Meile 19 bis 23 mehr schlecht als recht immer wieder abwechselnd eine Minute gelaufen/gehumpelt und eine Minute gegangen bin und mich ein Teil meiner Laufgruppe wieder eingeholt hat. Die kurzen Laufintervalle und Gehpausen schienen zu helfen mein Bein wieder etwas zu entspannen und die letzten 2 Meilen liefen wieder ganz gut, so dass ich den Zieleinlauf wieder geniessen konnte und nach 5 Stunden, 5 Minuten und 34 Sekunden uebergluecklich meine erste offizielle Marathonziellinie ueberqueren und mir die fette Finisher-Medaille umhaengen lassen durfte!!!

Allen, die mich waehrend des Trainings unterstuetzt und mir die Daumen gedrueckt haben ein riesengrosses Dankeschoen!!! Das war wirklich eine tolle Erfahrung und es ist ein super Gefuehl sich dieser Herausforderung gestellt und sie bewaeltigt zu haben!!! Das wird hoffentlich nicht mein letzter Marathon gewesen sein und ich habe mir fest vorgenommen beim naechsten mal die 5 Stunden Grenze zu knacken :-) .

Wir haben’s geschafft!!!

28. Juli 2008 von kafe0904

Nein, der Marathon findet erst diesen Sonntag statt, der ist noch vor uns, aber eine andere Ziellinie haben wir ueberschritten. Wir haben unser Spendenminimum von $5400 erreicht!

Ein herzliches Dankeschoen an alle Spender!!!!

Die Generalprobe – Mein erster Marathon

14. Juli 2008 von kafe0904

Nach zwei „kurzen“ Erholungslaeufen von 8 und 10 Meilen, die ich mal wieder ausfallen lassen, bzw. alleine nachholen musste (da kamen der CSD und das EM-Finale und unser Trip nach Seattle und Vancouver dazwischen) trafen wir uns am Samstag schon um 7 Uhr frueh in San Francisco im Golden Gate Park um zur Generalprobe anztreten. Die volle Marathondistanz von 26.2 Meilen als Training, drei Wochen vor dem grossen Event! Wie Martin schon festgestellt hat scheiden sich die Trainingsgeister, wenn es darum geht ob man schon die volle Distanz im Training absolviert oder nicht. Viele Trainingsprogramme machen sogar schon bei 18 Meilen Schluss und gehen davon aus, dass man die letzten 8 Meilen dann Dank Adrenalinschub und Anfeuerung durch die Zuschauer schon ueberstehen wird. Unsere Trainer jedoch vertreten die Ansicht, dass es hilfreich ist die volle Distanz schon gelaufen zu sein. Da es aber eben doch „nur“ ein Trainingsmarathon ist sollten wir ihn insgesamt ca. ne Stunde langsamer laufen, als fuer unsere Pacegroup vorgesehen.

Eigentlich ist es ueblich, dass auch dieser Trainingsmarathon ueber die Golden Gate Bridge fuehrt, aber da an diesem Samstag zeitgeich der „AVON Walk for Breast Cancer“ stattfand, musste die Route geandert werden. Aber auch so hatten wir recht nette Ausblicke auf meine Lieblingsbruecke :-) . Die Strecke fuehrte uns von der Pazifikkueste am Presidio vorbei runter zur Bay und entlang der Piers bis zum Ferry Building. Das ganze dann wieder zurueck, zum Golden Gate Park mit 23-Meilen-Umkehrpunkt am „National AIDS Memorial Grove“ und dann zum Zieleinlauf zurueck zur Pazifikkueste. Den kompletten Kurs koennt ihr euch hier anschauen.

Leider mussten unterwegs zuerst Jamie und dann Kara wegen hoellischer Knieschmerzen aufgeben, so dass unsere Gruppe etwas geschrumpft ist. Und ab Meile 20 wurde dann ein Teil der Gruppe so langsam, dass Trish und ich in den Laufintervallen vorneweg gelaufen und in den Gehintervallen zum Rest der Gruppe zurueckgegangen sind. Da wir allerdings keine Lust hatten insgesamt 28 Meilen zu laufen, beschlossen wir dann die Jungs und Elisabeth (die bei 23 Meilen Schluss machen wollte, da sie den letzen langen Lauf verpasst hatte) zurueckzulassen und zu zweit weiterzulaufen. Nach 5 Stunden und 56 Minuten erreichten wir das Ziel, liessen uns ne schicke AIDS Marathon Medallie umhaengen und machten uns ueber Bagels, Melonen, Orangen, Kekse etc. her. Ca. 10 Minuten spaeter kam dann auch der Rest der Truppe an und wir gingen bzw. schleppten uns mehr oder weniger elegant Richtung Strand um statt uns bzw. unseren Beinen statt des obligatorischen Eisbads ein Bad im Pazifik zu goennen. Als Belohnung fuhren Elisabeth, Kara, Chris, Jose und ich anschliessend schnurstraks zum Embarcadero und leisteten uns erstmal nen fetten Burger, Pommes und ein kuehles Bier!!!

Die Generalprobe hab ich also gut ueberstanden, der Muskelkater am naechsten Morgen hielt sich in Grenzen und ich freue mich darauf, wenn es nach zwei weiteren Erholungswochen mit jeweils 8 Meilen-Laeufen am Sonntag, den 3. August endlich losgehen kann!!!!

Hier ein paar Bilder vom Lauf:

23 Meilen – der letzte lange Lauf in Berkeley

22. Juni 2008 von kafe0904

Nach den zwei Erholungswochen sind wir diesen Sonntag mal wieder angetreten um die sogenannte „Wall“ (die Mauer, gegen die man bildlich gesprochen rennt, wenn die Beine streiken und gar nix mehr geht) um weitere 3 Meilen nach hinten zu schieben. Unser Trainer meinte wir sollten uns einfach denken, die ersten 20 Meilen, die wir ja schliesslich schon mal geschafft haben, sind nur das warm-up fuer die letzten 3. Naja… wem’s hilft :-)
Der Kurs fuehrte uns zunaechst rauf nach Berkeley und nach ein paar Blocks mit ordentlicher Steigung wieder runter zur Marina und an der Bay entlang bis zum Hafen von Richmond und zurueck. Da wir bei diesem, so wie auch schon beim letzten langen Trainingslauf ueber 20 Meilen, 2 Minuten pro Meile langsamer laufen sollten als sonst, dauerte der Lauf 5 Stunden. Sehr interessant was man in dieser Zeit so alles ueber seine Laufkameraden erfaehrt! Ich werde jetzt nicht weiter darauf eingehen, aber die Stories, die uns diesmal die Zeit vertrieben beinhalteten diverse Beziehungs- und Familiendramen, sowie eine Nacht ausgesperrt auf der Partydachterasse einer Pornofirma :-) .
Dies war unser letzter langer Lauf in Berkeley, denn jetzt gibt’s erstmal wieder zwei kuerzere Laeufe zur Erholung und in 3 Wochen geht’s dann fuer alle drei Trainingsgruppen (South Bay, East Bay und San Francisco) nach San Francisco zur Generalprobe (26,2 Meilen, also die komplette Marathondistanz).
Zu Hause hab ich meinen Beinen wieder ein Eisbad gegoennt, aber sie fuehlten sich doch ein bischen mueder an als bei den 20 Meilen und so beschloss ich beim Softballspiel am Abend doch lieber nur als Zuschauer teilzunehmen. Mir war nicht wirklich nach spontanen Bewegungen :-) .

7 statt 10 Meilen, dafuer mit Inspiration

17. Juni 2008 von kafe0904

Da wir vergangenes Wochenende mit Christine beim Baeume- und Baerengucken im Kings Canyon und Sequoia Nationalpark waren, musste ich den zweiten 10 Meilen Erholungslauf ausfallen lassen. Stattdessen war ich am Dienstag Abend mit Elisabeth aus meiner Laufgruppe, die wegen einer Erkaeltung den Sonntagslauf verasst hatte, laufen. Sie war allerdings noch nicht so hundertprozentig fit und so beschlossen wir nur 7 Meilen laufen zu gehen. Und zwar im Tilden Park vom „Inspiration Point“ aus entlang der Wildcat Canyon Road nach Norden und zurueck. Die Strecke ist wirklich sehr schoen, da sie auf dem Huegelkamm entlangfuehrt und somit auf der einen Seite einen wunderschoenen Ausblick auf die Bay und auf der anderen Seite auf das San Pablo Reservoir bietet.

10 Meilen Erholungslauf

8. Juni 2008 von kafe0904

Jetzt ist es soweit, dass sogar schon unsere sogenannten Erholungslaeufe im zweistelligen Meilenbereich stattfinden und ich mich sagen hoere „Diesen Sonntag laufen wir NUR 10 Meilen“! Allerdings haben wir mittlerweile gelernt auch diese Laeufe nicht zu unterschaetzen und auf die leichte Schulter bzw. Sohle zu nehmen. Zur Feier des Tages, bzw. des Deutschland-Polen Spiels, bin ich natuerlich wie es sich gehoert im Deutschland-Trikot aufgelaufen und habe es auch noch rechtzeitig zum Anpfiff nach Hause geschafft.

20 Meilen – jetzt wirds wirklich ernst!

1. Juni 2008 von kafe0904

Ja… okay… ich hab schon bei 12 Meilen geschrieben, dass es jetzt ernst wird, aber diesen Sonntag haben wir eine weitere Schallmauer durchbrochen und die 20 Meilen (gut 32 km) geknackt!!! Die Marathondistanz von 26.2 Meilen ist damit in greifbare Naehe gerueckt und so langsam koennen wir uns halbwegs vorstellen den Marathon eventuell ohne weitere Schaeden an Leib und Seele zu ueberstehen. Nach einer Runde rauf zum Campus und durch Sued-Berkeley ging es wieder runter an die Bay und dann nach Richmond und zurueck.
Direkt nach den 20 Meilen fuehlten sich meine armen Beine doch recht muede und steif an und so beschloss ich doch mal eines dieser, von meinen Laufkollegen Shaun und Srinivas „waermstens“ empfohlenen Eisbaeder ueber mich ergehen zu lassen. Auf dem Heimweg stoppten wir also beim Safeway um Eiswuerfel zu kaufen. Zu Hause angekommen habe ich zwei Saecke Eiswuerfel mit kaltem Wasser in die Wanne geworfen und mich dann reingesetzt. Das ganze klingt schlimmer als es ist, denn nach etwa 30 Sekunden spuert man einfach gar nichts mehr. So aehnlich muss es wohl auch Tanja beim schwimmen in der Bay gehen, bloss dass ich mich nicht bewegen musste und auch nach 4 Minuten wieder raus durfte. Wobei das mit dem raus duerfen gar nicht so einfach ist mit eingefrorenen Beinen! Aber was soll ich sagen, meine Beine wurden anschliessend ganz heiss und ich hatte keinerlei Muskelkater! Marathon ich komme!!!

5 Meilen in St. George statt 9 Meilen an der Bay

26. Mai 2008 von kafe0904

Am Sonntag nach den 18 Meilen stand zur Erholung mal wieder die Haelfte der Strecke auf dem Programm. Allerdings waren Tanja und ich ja noch auf unserer Canyon-Tour und so musste der Sonntagslauf fuer mich ausfallen. Die Nacht auf Montag verbrachten wir allerdings im Holiday Inn in St. George, Utah, und da die einen Fitnessraum inklusive Laufband haben, hatte ich mir in den Kopf gesetzt am Montag schon so gegen 8 aufzustehen und die 9 Meilen nachzuholen. Das mit dem Aufstehen hat auch ganz gut hingehauen, aber da dieser Fitnessraum recht klein, warm und ganz und gar nicht belueftet war und laufen auf dem Laufband mit super Panoramablick auf eine sehr huebsche Tapete auch nicht so prickelnd ist, habe ich mich nur 5 Meilen lang gequaelt und dann beschlossen, dass eine Woche mit vielen mehr oder weniger langen und anstrengenden Wanderungen auch ausreichen muss um mich lauffit zu halten.

18 Meilen in aller Fruehe – ohne Gruppe dafuer mit Sandro

16. Mai 2008 von kafe0904

Da Tanja und ich am Samstag, den 17. Mai zu unserer Canyon-Tour durch Arizona und Utah aufbrachen, musste ich den 18 Meilen Lauf mal wieder ohne meine Laufgruppe in Angriff nehmen. Gott sei Dank hat sich Sandro wieder bereiterklaert mich von Meile 7 bis Meile 17 zu begleiten. Und so machte ich mich also am Freitag Morgen um 7 Uhr (!!!!!!!!) mit zwei Flaschen Wasser, lecker Margarita Clif Shots (brrrr… die kriegt man echt nur runter, wenn man schon mindestens 6 Meilen gelaufen ist und der Koerper nach Salz und Zucker schreit) und ner Karte mit dem Kurs auf den Weg durch die Huegel um den Campus und dann mit Sandro runter an die Bay. Im Nachhinein muss ich sagen, war ich wirklich froh, dass ich schon so frueh losgelaufen bin, denn es war fuer Berkeley aussergewoehnlich warm schon am Morgen. Trotzdem ging es mir bei diesem Lauf deutlich besser als bei den 16 Meilen und ich kam ohne krampfende Beine wieder zu Hause an und war nach ner Dusche fit fuer die Arbeit.

8 Meilen Erholungslauf mit Treppen und Umweg

11. Mai 2008 von kafe0904

Nach den 16 Meilen stand mal wieder ein Erholunglauf mit „nur“ 8 Meilen auf dem Programm und diesmal hatte ich gleich zwei Watervolunteers im Schlepptau. Heike war zu Besuch und musste gleich ran, am Sonntag Morgen raus aus den Federn und mit Tanja zusammen den durstigen Laeufern Wasser reichen.
Diesmal hatten die Trainer einen sehr kreativen Kurs rausgesucht, der zur Abwechslung mal nicht an der Bay entlang oder rauf in die Huegel von Berkeley fuehrte, sondern stattdessen sehr reizvolle Einblicke in die Fabrik- und Lagerhallen entlang der Amtrack-Gleise bot. Zweimal durften wir sogar Treppen rauf und runter laufen um die Gleise zu ueberqueren. Ach ja… da werden Erinnerungen an die guten alten Westparktage wach :-) .
Aus den 8 Meilen wurden allerdings unfreiwilligerweise fast 9, da wir uns zwischendurch bissl verlaufen haben. Tja, lag wohl daran, dass wir uns auf die leicht irrefuehrende Ausschilderung der Strecke verlassen haben und die Wegbeschreibung ignoriert, bzw. gar nicht erst gelesen haben. Zumindest waren wir nicht die einzigen an diesem Tag ne Extrarunde gedreht haben :-) .