23 Meilen - der letzte lange Lauf in Berkeley

22. Juni 2008 by kafe0904

Nach den zwei Erholungswochen sind wir diesen Sonntag mal wieder angetreten um die sogenannte “Wall” (die Mauer, gegen die man bildlich gesprochen rennt, wenn die Beine streiken und gar nix mehr geht) um weitere 3 Meilen nach hinten zu schieben. Unser Trainer meinte wir sollten uns einfach denken, die ersten 20 Meilen, die wir ja schliesslich schon mal geschafft haben, sind nur das warm-up fuer die letzten 3. Naja… wem’s hilft :-)
Der Kurs fuehrte uns zunaechst rauf nach Berkeley und nach ein paar Blocks mit ordentlicher Steigung wieder runter zur Marina und an der Bay entlang bis zum Hafen von Richmond und zurueck. Da wir bei diesem, so wie auch schon beim letzten langen Trainingslauf ueber 20 Meilen, 2 Minuten pro Meile langsamer laufen sollten als sonst, dauerte der Lauf 5 Stunden. Sehr interessant was man in dieser Zeit so alles ueber seine Laufkameraden erfaehrt! Ich werde jetzt nicht weiter darauf eingehen, aber die Stories, die uns diesmal die Zeit vertrieben beinhalteten diverse Beziehungs- und Familiendramen, sowie eine Nacht ausgesperrt auf der Partydachterasse einer Pornofirma :-).
Dies war unser letzter langer Lauf in Berkeley, denn jetzt gibt’s erstmal wieder zwei kuerzere Laeufe zur Erholung und in 3 Wochen geht’s dann fuer alle drei Trainingsgruppen (South Bay, East Bay und San Francisco) nach San Francisco zur Generalprobe (26,2 Meilen, also die komplette Marathondistanz).
Zu Hause hab ich meinen Beinen wieder ein Eisbad gegoennt, aber sie fuehlten sich doch ein bischen mueder an als bei den 20 Meilen und so beschloss ich beim Softballspiel am Abend doch lieber nur als Zuschauer teilzunehmen. Mir war nicht wirklich nach spontanen Bewegungen :-).

7 statt 10 Meilen, dafuer mit Inspiration

17. Juni 2008 by kafe0904

Da wir vergangenes Wochenende mit Christine beim Baeume- und Baerengucken im Kings Canyon und Sequoia Nationalpark waren, musste ich den zweiten 10 Meilen Erholungslauf ausfallen lassen. Stattdessen war ich am Dienstag Abend mit Elisabeth aus meiner Laufgruppe, die wegen einer Erkaeltung den Sonntagslauf verasst hatte, laufen. Sie war allerdings noch nicht so hundertprozentig fit und so beschlossen wir nur 7 Meilen laufen zu gehen. Und zwar im Tilden Park vom “Inspiration Point” aus entlang der Wildcat Canyon Road nach Norden und zurueck. Die Strecke ist wirklich sehr schoen, da sie auf dem Huegelkamm entlangfuehrt und somit auf der einen Seite einen wunderschoenen Ausblick auf die Bay und auf der anderen Seite auf das San Pablo Reservoir bietet.

10 Meilen Erholungslauf

8. Juni 2008 by kafe0904

Jetzt ist es soweit, dass sogar schon unsere sogenannten Erholungslaeufe im zweistelligen Meilenbereich stattfinden und ich mich sagen hoere “Diesen Sonntag laufen wir NUR 10 Meilen”! Allerdings haben wir mittlerweile gelernt auch diese Laeufe nicht zu unterschaetzen und auf die leichte Schulter bzw. Sohle zu nehmen. Zur Feier des Tages, bzw. des Deutschland-Polen Spiels, bin ich natuerlich wie es sich gehoert im Deutschland-Trikot aufgelaufen und habe es auch noch rechtzeitig zum Anpfiff nach Hause geschafft.

20 Meilen - jetzt wirds wirklich ernst!

1. Juni 2008 by kafe0904

Ja… okay… ich hab schon bei 12 Meilen geschrieben, dass es jetzt ernst wird, aber diesen Sonntag haben wir eine weitere Schallmauer durchbrochen und die 20 Meilen (gut 32 km) geknackt!!! Die Marathondistanz von 26.2 Meilen ist damit in greifbare Naehe gerueckt und so langsam koennen wir uns halbwegs vorstellen den Marathon eventuell ohne weitere Schaeden an Leib und Seele zu ueberstehen. Nach einer Runde rauf zum Campus und durch Sued-Berkeley ging es wieder runter an die Bay und dann nach Richmond und zurueck.
Direkt nach den 20 Meilen fuehlten sich meine armen Beine doch recht muede und steif an und so beschloss ich doch mal eines dieser, von meinen Laufkollegen Shaun und Srinivas “waermstens” empfohlenen Eisbaeder ueber mich ergehen zu lassen. Auf dem Heimweg stoppten wir also beim Safeway um Eiswuerfel zu kaufen. Zu Hause angekommen habe ich zwei Saecke Eiswuerfel mit kaltem Wasser in die Wanne geworfen und mich dann reingesetzt. Das ganze klingt schlimmer als es ist, denn nach etwa 30 Sekunden spuert man einfach gar nichts mehr. So aehnlich muss es wohl auch Tanja beim schwimmen in der Bay gehen, bloss dass ich mich nicht bewegen musste und auch nach 4 Minuten wieder raus durfte. Wobei das mit dem raus duerfen gar nicht so einfach ist mit eingefrorenen Beinen! Aber was soll ich sagen, meine Beine wurden anschliessend ganz heiss und ich hatte keinerlei Muskelkater! Marathon ich komme!!!

5 Meilen in St. George statt 9 Meilen an der Bay

26. Mai 2008 by kafe0904

Am Sonntag nach den 18 Meilen stand zur Erholung mal wieder die Haelfte der Strecke auf dem Programm. Allerdings waren Tanja und ich ja noch auf unserer Canyon-Tour und so musste der Sonntagslauf fuer mich ausfallen. Die Nacht auf Montag verbrachten wir allerdings im Holiday Inn in St. George, Utah, und da die einen Fitnessraum inklusive Laufband haben, hatte ich mir in den Kopf gesetzt am Montag schon so gegen 8 aufzustehen und die 9 Meilen nachzuholen. Das mit dem Aufstehen hat auch ganz gut hingehauen, aber da dieser Fitnessraum recht klein, warm und ganz und gar nicht belueftet war und laufen auf dem Laufband mit super Panoramablick auf eine sehr huebsche Tapete auch nicht so prickelnd ist, habe ich mich nur 5 Meilen lang gequaelt und dann beschlossen, dass eine Woche mit vielen mehr oder weniger langen und anstrengenden Wanderungen auch ausreichen muss um mich lauffit zu halten.

18 Meilen in aller Fruehe - ohne Gruppe dafuer mit Sandro

16. Mai 2008 by kafe0904

Da Tanja und ich am Samstag, den 17. Mai zu unserer Canyon-Tour durch Arizona und Utah aufbrachen, musste ich den 18 Meilen Lauf mal wieder ohne meine Laufgruppe in Angriff nehmen. Gott sei Dank hat sich Sandro wieder bereiterklaert mich von Meile 7 bis Meile 17 zu begleiten. Und so machte ich mich also am Freitag Morgen um 7 Uhr (!!!!!!!!) mit zwei Flaschen Wasser, lecker Margarita Clif Shots (brrrr… die kriegt man echt nur runter, wenn man schon mindestens 6 Meilen gelaufen ist und der Koerper nach Salz und Zucker schreit) und ner Karte mit dem Kurs auf den Weg durch die Huegel um den Campus und dann mit Sandro runter an die Bay. Im Nachhinein muss ich sagen, war ich wirklich froh, dass ich schon so frueh losgelaufen bin, denn es war fuer Berkeley aussergewoehnlich warm schon am Morgen. Trotzdem ging es mir bei diesem Lauf deutlich besser als bei den 16 Meilen und ich kam ohne krampfende Beine wieder zu Hause an und war nach ner Dusche fit fuer die Arbeit.

8 Meilen Erholungslauf mit Treppen und Umweg

11. Mai 2008 by kafe0904

Nach den 16 Meilen stand mal wieder ein Erholunglauf mit “nur” 8 Meilen auf dem Programm und diesmal hatte ich gleich zwei Watervolunteers im Schlepptau. Heike war zu Besuch und musste gleich ran, am Sonntag Morgen raus aus den Federn und mit Tanja zusammen den durstigen Laeufern Wasser reichen.
Diesmal hatten die Trainer einen sehr kreativen Kurs rausgesucht, der zur Abwechslung mal nicht an der Bay entlang oder rauf in die Huegel von Berkeley fuehrte, sondern stattdessen sehr reizvolle Einblicke in die Fabrik- und Lagerhallen entlang der Amtrack-Gleise bot. Zweimal durften wir sogar Treppen rauf und runter laufen um die Gleise zu ueberqueren. Ach ja… da werden Erinnerungen an die guten alten Westparktage wach :-).
Aus den 8 Meilen wurden allerdings unfreiwilligerweise fast 9, da wir uns zwischendurch bissl verlaufen haben. Tja, lag wohl daran, dass wir uns auf die leicht irrefuehrende Ausschilderung der Strecke verlassen haben und die Wegbeschreibung ignoriert, bzw. gar nicht erst gelesen haben. Zumindest waren wir nicht die einzigen an diesem Tag ne Extrarunde gedreht haben :-).

16 Meilen - ohne die Gruppe, dafuer mit Sandro

5. Mai 2008 by kafe0904

Da wir ja vergangenes Wochenende mit Alex und Martin in Portland und beim Whitewater Rafting waren, konnte die 16 Meilen nicht am Sonntag Morgen mit meiner Laufgruppe absolvieren, sondern musste diesen langen Lauf am Montag Abend nach der Arbeit nachholen. Netterweise hat sich Sandro bereiterklärt mir bei der zweiten Hälfte Gesellschaft zu leisten und mitzulaufen. Ansonsten hätte Tanja mich auf dem Fahrrag begleiten und ihr könnt euch sicher vorstellen, wie froh sie war dies nicht tun zu müssen. Vor allem, da sie nach dem Wochenende etwas angeschlagen war und mal wieder von einem Schnupfen geplagt wurde.
Ich bin also früh aus der Arbeit nach Hause, hab mich in die Laufklamotten geworfen und mich die ersten 6 Meilen auf einer Runde um den Campus und durch die Hügel von Berkeley gekämpft. Nach einem kurzen Stop zu Hause zum Wasser auffüllen hab ich dann eine Meile weiter Sandro aufgesammelt (der für diverse Triathlons trainiert und grad vom Spinning kam!!!) und dann ging es runter an die Bay, am Ufer entlang nach Emeryville und wieder zurück und rauf nach Berkeley. Bis zur 15. Meile, bei der mich Sandro dann verlassen hat, lief auch alles wunderbar, aber auf der letzen Meile haben sich dann doch meine Waden ganz vehement beschwert. Ich hab zwar keine richtigen Krämpfe bekommen, aber es war so ganz kurz davor… auf der Schwelle zum Krampf. Naja, ich gehe mal davon aus, dass das mitunter daran lag, dass wir doch etwas schneller unterwegs waren, als wir eigentlich hätten sollen. Naja, zu Hause hab ich dann meine Waden mit dem berühmt berüchtigen Folter-Foamroller bearbeitet und sie haben sich dann auch wieder beruhigt.

7 Meilen Erholunglauf mit Tanja am Wasserstop

27. April 2008 by kafe0904

Nach dem 14 Meilen stand mal wieder ein Erholunglauf von 7 Meilen auf dem Programm. So geht das jetzt für die nächsten paar Wochen auch weiter. Alle zwei Wochen werden die langen Läufe um 2 Meilen aufgestockt und am darauffolgenden Sonntag gibt’s die Hälfte zur Erholung.
Auf der Strecke gibt es in Abständen von je ca. 2 Meilen Wasserstationen bei denen man, sagt der Name ja schon, die Wasserflaschen auffüllen kann. Und “betrieben” werden diese Wasserstops von Freiwilligen, also Freunden, Verwandten, Bekannten, der Läufer. Dafür gibt’s dann für den Läufer, der die Freiwilligen ranschafft $20 extra aufs Spendenkonto. Und diesmal hat Tanja das Opfer auf sich genommen und ist mit mir am Sonntag in aller Hergottsfrühe aufgestanden um uns das Wasser zu reichen :-).
Ansonsten bleibt zu diesem Lauf eigentlich nur zu berichten, dass sich der Trend für mich irgendwie fortsetzt… die sogenannten Erholungsläufe kommen mir viel anstrengender vor, als die langen Läufe. Das mag daran liegen, dass ich bei den 6 Meilen den Schlafmangel und die Cocktais und bei den 7 Meilen die Erkältung gespürt habe, die ich die halbe Woche vorher mit mir rumgeschleppt habe. Aber vielleicht liegt es auch daran, dass man sich auf die langen Läufe ganz anders vorbereitet als auf die scheinbar läppischen kurzen Läufe. Mal sehen wie der nächste Erholungslauf so wird.

14 Meilen und ab in die Hills!

20. April 2008 by kafe0904

Okay, heute war es also zum ersten mal soweit. Ich hab meinen persönlichen Distanzrekord um 2 Meilen gesteigert. Ich versuch grad mal nicht dran zu denken, dass ich diesen Rekord um weitere 12,2 Meilen übertreffen muss und klopfe mir stattdessen ordentlich selber auf die Schulter *klopf* * klopf*. Hey, das war heute schon mehr als ein HALBMARATHON!!!!!! Ich teile diesen persönlichen Triumph übrigens mit dem überwiegenden Teil meiner Laufgruppe. Genau genommen haben wir nur einen Marathonveteranen in unserer Gruppe und allen anderen ging es genauso wie mir!
Und um uns diesen Lauf zu versüßen und uns so langsam mal an die Bedingungen beim San Franicisco Marathon zu gewöhnen, haben die Trainer eine nette Route inklusive der Berkeley Hills ausgewählt. Im Wesentlichen ging es erst ca. 3 Meilen flach dahin, dann ging es 3 Meilen leicht und 1 Meile steil bergauf und dann den ganzen Spaß wieder zurück. Dabei durfte ich feststellen, dass es sich wirklich auszahlt die Läufe unter der Woche in dieser Gegend zu absolvieren. Bei den starken Steigungen hatten einige meiner Laufkollegen doch ganz schön zu kämpfen, bzw. mussten eine extra Gehpause einlegen. Ich war zwar auch ganz schön am japsen, aber es ging schon.
Heute hatte ich übrigens auch endlich mal meine Kamera dabei. Hier also erstmal ein aktuelles Team GCFCID Foto:

Und dann noch ein paar Fotos vom Lauf: